|
|
Presse
"Unabhängige" mischen in
der Kreispolitik mit Kreis Segeberg
Noch ein bisschen bunter wird der große Segeberger
Kreistag mit seinen 64 Mitgliedern. Zwei Abgeordnete,
Joachim Dose (parteilos) aus Ellerau und Renee Böttcher
(CDU) aus Lentföhrden, bilden eine neue Fraktion, "Die
Unabhängigen". Die Kräfteverhältnisse bringen sie damit
nicht durcheinander.
"Schriftlich per Einschreiben" hätten sie Kreispräsident
Winfried Zylka am 15. Oktober von ihrem Vorhaben
informiert, teilt Joachim Dose (62) mit. Als "Fraktion der
unabhängigen Kreistagsabgeordneten" will das Duo in der
Kreispolitik mitmischen. "Spaßeshalber haben wir daran
gedacht, uns die Fraktion der CDU-Geschädigten zu nennen",
sagt Dose. Was rechtlich wohl problematisch wäre, würde
inhaltlich durchaus Sinn machen.
Denn der Ellerauer gehörte der CDU über 20 Jahren an. Im
Streit um die Verwaltungsfusion seines Heimatortes mit
Norderstedt kam er einem Rausschmiss aus der CDU durch
seinen Austritt zuvor, schloss sich der Wählergemeinschaft
Aktives Ellerau an. Gegen Böttcher läuft ein
Parteiausschlussverfahren.
"Die Unabhängigen" bieten sich als Sammelbecken für
weitere von ihren Parteien frustrierte Abgeordnete an.
Sowohl Dose als auch Böttcher sprechen von Unzufriedenheit
in Reihen der Abgeordneten, vor allem bei denen der CDU.
Joachim Dose sitzt seit 1994 im Kreistag, hatte bei der
Kommunalwahl am Mai dieses Jahres die Mehrheit in seinem
Wahlkreis als parteiloser Einzelbewerber erobert. Er
schloss sich der FDP-Fraktion an. Da aber in Ellerau ein
FDP-Vertreter gegen seine Aktiven Ellerauer "Front macht",
mag der 62-Jährige nicht länger bei den Liberalen im
Kreistag bleiben. Er verzichtet auf alle Posten, die er
auf FDP-Ticket bekommen hat.
CDU-Mann Böttcher kann auf fünfeinhalb Jahre Erfahrung im
Kreistag verweisen. Er wurde im Mai ebenfalls direkt in
den Kreistag gewählt, doch der CDU-Kreistagsfraktion
kehrte er schnell den Rücken und machte als Einzelkämpfer
weiter. Weiterhin blieb er aber CDU-Gemeindevertreter und
wurde erst vor wenigen Wochen als CDU-Ortsvorsitzender in
Lentföhrden wieder gewählt.
Nach Doses Abkehr von der FDP lag die gemeinsame Fraktion
nahe, da beide sich seit Jahren kennen und laut Böttcher
für dieselben Werte und Grundprinzipien eintreten. Ein
Programm haben sie noch nicht erarbeitet. Dose möchte im
Kulturausschuss mitwirken. "Themen aufgreifen und in den
Kreistag bringen" will der 37-jährige Lentföhrdener. Er
sei in die Politik gegangen, um etwas zu bewegen. Doch mit
Leuten wie dem CDU-Kreisvorsitzenden Gero Storjohann und
dem Fraktionschef Gottlieb Dingeldein seien Veränderungen
nicht möglich. Denen gehe es nur noch um Machterhalt und
"Postengeschacher", kritisiert Böttcher. Dose vertritt
weiterhin bürgerlich-konservative Politik, sieht die neue
Fraktion aber keinesfalls als "Stimmvieh für CDU/FDP".
Segeberger Zeitung vom
22.10.2008
Solo für Dose
Der Politiker ist aus der
CDU ausgetreten. Nun wagt er den Alleingang und ist
zuversichtlich, dass er es schafft.
Allein gegen alle. So tritt
Joachim Dose (61) als Direktkandidat für den Segeberger
Kreistag an. Er geht als unabhängiger Bewerber im
Wahlkreis 15 Alveslohe/Ellerau ins Rennen - schon das ist
eine absolute Seltenheit in der politischen Geschichte des
Landkreises. Schafft der selbstständige Kaufmann den
Einzug in den Kreistag, wäre er der Erste, dem das
gelingt.
Dose ist Einzelkämpfer wider
Willen. Der Kommunalpolitiker gehörte bis 2006 der CDU an.
Als ein Parteiausschlussverfahren drohte, zog er die
Notbremse und gab nach 24 Jahren das Parteibuch zurück. Er
hatte sich mit der CDU überworfen, weil er im Kampf um die
hauptamtliche Verwaltung in Ellerau die Unterstützung der
Landes-CDU vermisste. Mit Dose traten sämtliche
CDU-Gemeindevertreter und weitere Mitglieder aus der CDU
aus. Sie gründeten die Wählergemeinschaft Aktives Ellerau
(AE) und machten unter dem neuen Namen weiterhin Politik
im Gemeinderat, wo Dose seit 1990 mitwirkt. Für AE bewirbt
er sich wieder um einen Sitz im Gemeinderat.
Da die Wählergemeinschaft
auf Kreisebene nicht antritt, versuchte Dose, als
Unabhängiger auf einem CDU-Ticket zu kandidieren. Doch
seine frühere Partei lehnte ab. So blieb ihm nur der
Alleingang oder der Verzicht. Dose entschied sich dafür,
den Wahlkreis nicht kampflos aufzugeben, schließlich hatte
er das Mandat 1994, 1998 und 2003 direkt geholt. Und auch
jetzt fürchtet der Kreistagsabgeordnete die Konkurrenten
der anderen Parteien nicht. "Ich bin in Ellerau so bekannt
wie kaum jemand anders", sagt Dose.
Er ist nicht nur in der
Politik allgegenwärtig. Im Verein "Wir für Ellerau"
engagiert sich der Politiker seit Jahren für das
kulturelle und soziale Leben im Ort.
Dose ist nicht nur ein
körperliches, sondern auch ein politisches Schwergewicht:
18 Jahre Gemeindevertreter, stellvertretender
Bürgermeister, seit 14 Jahren im Kreistag, dort
Vorsitzender des Kultur- und Bildungsausschusses, Mitglied
der Kreistagsfraktion. Der Vater von zwei erwachsenen
Söhnen zählt zwar nicht zu den Politikern der ersten
Reihe, auch nicht zu den begnadeten Rednern. Aber er weiß,
wo den Leuten der Schuh drückt, er spricht mit den
Menschen und Kollegen und setzt sich hartnäckig für seine
Ziele ein. Dazu zählt die uneingeschränkte Durchfahrt der
AKN bis zum Hamburger Hauptbahnhof. Bürokratie abbauen,
die Wirtschaft fördern, mehr Anerkennung für das Ehrenamt
- das sind weitere Schwerpunkte seines politischen
Programms.
Bis zur Kommunalwahl am 25.
Mai wird Dose wieder an Türen klingeln, vor der Kirche in
Alveslohe stehen und "einfach mit jedem schnacken", um als
erster Unabhängiger in den Segeberger Kreistag
einzuziehen.
Norderstedter Zeitung vom
07.02.2008
Bürgerbrief zur
Kommunalwahl 2008
Lesen...
(PDF-Dokument)
Joachim Dose will es
wieder wissen
Lesen... (PDF-Dokument)
A 7: Zwei neue
Anschlussstellen im Kreis Segeberg?
Segeberger Zeitung vom 06.10.2006
Bad Segeberg - Darf man
angesichts eines Schuldenstandes von 100 Millionen Euro
(nach Zählweise der SPD sind es sogar 120 Millionen) zwei
neue Autobahnanschlussstellen fordern - samt aller damit
verbundenen Folgekosten? Man darf, wenn sich der Plan
positiv auf Wirtschaft und Wachstum im Kreis Segeberg
auswirkt. Das beschlossen gestern mit einer Mehrheit von
31 Stimmen CDU und FDP im Segeberger Kreistag - gegen die
18 Stimmen von SPD, Grüne und des CDU-Abgeordneten Joachim
Dose (Ellerau).
Nach Auswertung des so genannten Gerstenberg-Gutachtens,
das die Kreise Pinneberg und Segeberg gemeinsam in Auftrag
gegeben hatten, seien entlang der A 7 zwei neue
Autobahnanschlussstellen notwendig, um den gesamten
Siedlungsraum zu entlasten. Die eine solle in Norderstedt,
südlich der Friedrich-Ebert-Straße, entstehen, die andere
in Höhe des Ortsteils Ulzburg-Süd/Beckershof, heißt es im
Mehrheitsbeschluss. Planungs- und Verkehrsexperte Volker
Willert begründete den CDU-Antrag. Man habe nur ein
knappes Zeitfenster zur Verfügung: Eine Chance, die beiden
Anschlussstellen zu bekommen, habe man für lange Jahre
nur, so lange demnächst die A 7 dreispurig ausgebaut
werde, unterstrich Willert.
Eckart Urban (SPD) hingegen kritisierte ebenso wie Arne
Hansen (Grüne) und mehrere SPD-Abgeordnete, dass die
Folgekosten der Anschlussstellen (die selbst allein 30
Millionen Euro kosten würden) gar nicht abzusehen seien.
Das Gutachten, so Urban, beziehe sich ausschließlich auf
den Verkehr und gehe außerdem von fehlerhaften Analysen
aus, vernachlässige den Schwerlast- und den öffentlichen
Nahverkehr. Für Hansen ist der CDU- gar ein "rückwärts
gewandter" Antrag, der Tatsachen wie Klimaveränderung oder
Rückgang der Verkehrsströme überhaupt nicht
berücksichtige.
Für Katharina Loedige (FDP) war das nur ein "kleinliches
Rumgemäkel" von Seiten Rot-Grün, und Landrat Georg
Gorrissen verwahrte sich dagegen, dass allein das
Autobahn-Verkehrsaufaufkommen Anlass dieses Gutachtens
sei: Es gehe darum, die wirtschaftlichen Potenziale des
Kreises zu nutzen, und die lägen nun einmal im Südwesten.
Die Quickborner Wirtschaft wachse, zugleich Ellerau als
Wohnstandort, den Verkehr aber würden beide Gemeinden auf
ihre Nachbarn verlagern.
Joachim Dose (CDU) erläuterte, weshalb er gegen den
Antrag der eigenen Fraktion stimme: "Wir Ellerauer sind
durchaus für einen Autobahnanschluss, er soll sogar näher
an Ellerau liegen als der im Gutachten - nur eben an
anderer Stelle."
Ehrung
für Joachim Dose
"Beharrlichkeit
ist notwendig, wenn man sich seit nunmehr 15 Jahren in der
Gemeindevertretung für die Geschicke unseres Ortes
einsetzt", so Bürgervorsteher Bernd Exler in seiner
Laudatio auf Joachim Dose (CDU). Weiter hob er die vielen
Ämter hervor, die Dose bereits inne hatte und noch inne
hat. Doses politische Karriere in der Krumbek-Gemeinde
begann bereits 1984 als bürgerliches Mitglied im Schul-
und Kulturausschuss. In vielen Ausschüssen hatte er den
Vorsitz, er war bereits zweiter stellvertretender Bürgermeister
und ist erster stellvertretender Bürgervorsteher. Seit
1994 gehört der Politiker dem Kreistag an und er ist
Vorsitzendes des Vereins "Wir für Ellerau e.V.".
"Wir danken dir für deine konstruktive und
engagierte Arbeit für unser Dorf", schloss der Bürgervorsteher
"und wünschen, dass du weiter mit Lust und Laune bei
der Sache bist!"
CDU: Der Kreis soll
Kredite aufnehmen
Norderstedter Zeitung vom 14. März 2005
Kreisumlage wird nicht
erhöht. Christdemokraten sind der Meinung, dass die
Kommunen nicht stärker belastet werden können.
Von Frank Knittermeier
Kreis Segeberg -
Die Kommunen im Kreis
Segeberg sollen nicht stärker belastet werden. Diese
Ansicht vertritt die CDU-Fraktion im Segeberger Kreistag.
Sie hat sich dafür entschieden, die Kreisumlage nicht zu
erhöhen. Stattdessen sollen neue Schulden gemacht werden,
um weitere Ausgaben zu finanzieren. Damit steht praktisch
fest, dass die Städte und Gemeinden im Kreis nicht mehr
Geld an den Kreis zahlen müssen. Denn die CDU-Fraktion hat
im Kreistag die absolute Mehrheit.
31 Prozent ihrer Finanzkraft
führen die Kommunen derzeit zur Finanzierung des Kreises
ab. Landrat Georg Gorrissen fordert eine Erhöhung um 2,5
Prozent, um die Mehrbelastung des Kreises durch die
Hartz-IV-Gesetze auszugleichen. Die CDU aber will den
Gemeinden nicht mehr Geld nehmen, weil noch nicht klar
ist, wie viel Geld der Bund nachschießt. "Das Geld soll in
den Kommunen bleiben", so der CDU-Kreistagsabgeordnete
Joachim Dose aus Ellerau. Stattdessen will die CDU, dass
der Kreis weitere Kredite aufnimmt. Damit verschuldet sich
der Kreis Segeberg weiter: Bereits jetzt beläuft sich der
Schuldenstand auf rund 100 Millionen Euro.
Nach dem Willen der CDU soll
der Kreis sogar das Füllhorn aufmachen. So sollen die
Ansätze für Lehr- und Lernmittel für Schulen um rund 175
000 Euro erhöht werden.
Die Berufsschule Norderstedt
erhält zusätzlich 251 000 Euro Davon profitieren die
Berufsschulen, die Fachgymnasien, die Sonderschulen G in
Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt sowie die
Sprachheilgrundschule Norderstedt. Damit die Berufsschüler
besser ausgebildet werden können, sollen die Berufsschulen
neue Maschinen und Geräte erhalten. Das bedeutet: Die
Berufsschule Bad Segeberg erhält zusätzlich 430 000 Euro,
die Berufsschule Norderstedt 251 000 Euro. Joachim Dose:
"Damit werden wir unserer Zielsetzung, die kreiseigenen
Schulen zeit- und bedarfsgerecht auszustatten, gerecht."
Für die gezielte Begabtenförderung im
Jürgen-Fuhlendorf-Gymnasium in Bad Segeberg sowie in den
Fachgymnasien will die CDU 30 000 Euro bereitstellen. Die
zusätzlichen Ausgaben sollen nach dem Willen der
Christdemokraten durch weitere Kreditaufnahme finanziert
werden.
Ellerau: Dose soll in den
Kreistag
Umschau vom 12.10.2002
Joachim Dose kandidiert bei
der bevorstehenden Kommunalwahl wieder für den Kreistag.
Das beschlossen die Mitglieder der CDU-Ortsverbände
Ellerau und Alveslohe jetzt bei ihrer Sitzung. Der
ehrenamtliche Politiker trat 1983 der CDU in Ellerau bei.
Seit 1990 ist er Gemeindevertreter. Seit einem Jahr ist er
Vorsitzender des Finanzausschusses und zweiter
stellvertretender Bürgermeister. Seit 1994 gehört Joachim
Dose dem Kreistag an. "Ich möchte dort auch weiterhin die
Interessen der Bürger von Ellerau und Alveslohe
vertreten." Schwerpunkte seiner Arbeit sind dabei Kultur,
Sport und Bildung. "Ich werde mich für Ganztagsschulen im
Kreis einsetzen", sagt Joachim Dose. "Aber sie müssen
finanzierbar sein. Denn wir können den nachfolgenden
Generationen nicht einen noch größeren Schuldenberg
hinterlassen. Deshalb werde ich auf ausgeglichene Finanzen
im Kreis dringen. Es darf dort keine Neuverschuldung
geben."
Signale stehen auf Grün
Segeberger Zeitung vom 06.06.2002
Im Dezember fahren die
ersten AKN-Züge bis zum Hauptbahnhof
Für die AKN werden auf dem
Weg zum Hamburger Hauptbahnhof immer mehr Signale auf Grün
gestellt. Der Hamburger Bausenator Mario Mettbach stimmte
während eines Arbeitskreistreffens in Ellerau zu, dass der
Nahverkehrszug in Nebenverkehrszeiten bis ins Zentrum der
Hansestadt durchfahren darf. Dieser Vorschlag, den
Kommunalpolitiker und Bürgermeister aus den Kreisen
Pinneberg und Segeberg erarbeitet hatten, soll Mitte
Dezember in die Tat umgesetzt werden. Technisch ist die
Durchfahrt nach Angaben von Jörg Minga, Pressesprecher der
Bahngesellschaft AKN, kein Problem. Die Tests mit den
Fahrzeugen, die sowohl mit Dieselkraftstoff als auch Strom
betrieben werden können, seien ohne große Probleme
bewältigt worden. Sechs Triebwagen könnten auf der
Kombi-Strecke sofort eingesetzt werden.
Etwa
7000 Menschen fahren täglich mit der AKN aus der Region
Quickborn/Kaltenkirchen nach Hamburg. Sie müssen alle in
Eidelstedt in die S-Bahn umsteigen. Einen "ungepflegteren
und verkommeneren Bahnhof" gebe es nicht, hält der
Vorsitzende des Arbeitskreises, Joachim H. Dose (CDU) aus
Ellerau, im Sitzungsprotokoll fest. Bis zum Einstieg in
das Hauptbahnhof-Modell im Winter wollen Hamburg und
Schleswig-Holstein gemeinsam mit den
Verkehrsgesellschaften klären, wie das Projekt finanziert
wird. Auf Kieler Seite wird davon ausgegangen, dass mehr
Fahrgäste für die notwendigen Einnahmen sorgen werden.
Grundlage dafür ist eine Untersuchung des Verbands der
deutschen Verkehrsunternehmen: Als Hauptgrund dafür, nicht
auf das Auto zu verzichten, gaben Pendler an, nicht
umsteigen zu wollen. Dieses Argument gilt für den
Quickborner Raum ab Dezember zumindest in den Randzeiten
nicht mehr. Ob die AKN-Durchfahrt auch in den
publikumsintensiveren Hauptverkehrszeiten möglich ist,
steht noch in den Sternen. Während der Arbeitskreissitzung
schloss der Hamburger Bausenator diese Möglichkeit
kategorisch aus. Das Gleisnetz sei bereits ausgelastet.
Für AKN-Sprecher Minga ist diese Haltung kein Problem:
"Wir näheren uns unserem Ziel Schritt für Schritt."

Seitenanfang
|