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Vereinszeitung
1.
Schleswig-Holsteiner Modellbautage
Die ersten Schleswig-Holsteiner Modellbautage fanden am 5. und 6.
März in den Holstenhallen Neumünster statt. Am Sonntag machte ich mich meinem Freund auf
den Weg nach Neumünster, um mir diese Ausstellung anzusehen. Es war ein großer Andrang,
obwohl der Eintritt mit 15 DM relativ teuer ausgefallen war. Besonders traurig fand ich,
dass es keine Ermäßigung für Schüler, Studenten usw. gab. Lediglich für Kinder unter
12 Jahren war der Eintritt reduziert. Gleich nach der Kasse fing die Ausstellung an und
man schob sich mit einer Menge Leute an den ersten Ständen vorbei. Nachdem man die zweite
Halle erreicht hatte, wurde das Gedränge zum Glück etwas weniger und man konnte besser
die Verkaufsstände anschauen. Es wurden fast alles verkauft, was irgendwie zum Modellbau
gehört. Angefangen von den uralten Modellen der Firma Märklin, über Eisenbahnzubehör
sämtlicher Hersteller und Spurweiten, bis hin zu Plastikbaukästen vom Modellflugzeugen.
Auch waren wieder reichlich Verkäufer von Modellautos vertreten. Aber das Angebot an
Modellschiffen und Modellflugzeugen hielt sich arg in Grenzen. Als man dann endlich die
ganzen Verkaufsstände hinter sich gelassen hatte, konnte man in der ersten Halle noch
wunderbare Modelleisenbahnanlagen bewundern.
Die meisten Anlagen waren aus Modulen zusammengesetzt und hatten dadurch eine
imposante Ausdehnung. Besonders interessant fand ich die Anlagen, die in einer etwas
größeren Spurweite gehalten waren. Auch auf diesen Anlagen war eine riesiges Angebot von
rollende Material zu sehen. Das fing an mit Dampflokomotiven, die sogar qualmten und ging
bis zu den modernsten ICE Fahrzeugen. Dieser Anlagen beeindruckten schon durch die Größe
des rollende Material und weniger durch die Ausgestaltung der einzelnen Module.
Außerdem war noch eine Anlage der Pellwormer Inselbahn nachgebaut wurden.
Bei dieser Anlagen war besonders die Hafenanlage der Eisenbahn gut nachgebildet worden.
Der Kieler Eisenbahnclub hatte wieder seine Eisenbahnanlagen mit dem Chicagoer Bahnhof und
den fast 2m hohen Wolkenkratzern ausgestellt. Auf dieser Anlagen verkehrten sehr lange
Züge wie sie in Amerikaner typisch sind. Teilweise fuhren die Züge sogar mit
doppelt oder dreifach Traktion, d. h. es werden 2 oder 3 Loks vor einen Zug gespannt um
die riesige Masse in Bewegung zu versetzen. Es waren auch nur Modelle von amerikanischen
Waggons auf der Anlage zu finden.
Über die Köpfe der Aussteller und Besucher schwebte dauernd ein riesiger
Zeppelin der von Herrn Bär ferngesteuert wurde. Er hatte sogar noch einen zweiten
Zeppelin ausgestellt, den man sogar schon im Fernsehen bei "Wetten Dass"
bestaunen konnte. Es war ein toller Eindruck wie der Zeppelin fast lautlos durch die Halle
schwebte.
Auch aus dem Ausland waren einige Modellbauer mit ihren Eisenbahnanlagen
vertreten z.B. Eine Gruppe aus England die ihre Eisenbahnanlagen "White Church"
mitgebracht hatten. Auf dieser Anlagen verkehrten natürlich auch nur Original englische
Lokomotiven und Waggons. Was eine besondere abwechselnd darstellte. In der nächsten Halle
waren die Schiffsmodelle ausgestellt. Auch hier war ein gewaltiger Ansturm in der Mitte
von der Halle war ein Wasserbecken mit einen Durchmesser von 15m aufgebaut, wo man die
Modelle in Aktion sehen konnte. Gerade als ich in der Halle war, war in diesen Becken eine
Vorführung von U-Booten zu sehen. Die man bei ihren Tauchmanövern beobachten konnte.
Es waren fast alle Schleswig-Holsteiner Vereine vertreten, jeder hatte einen
eigenen Stand auf dem er seine Modelle ausstellen konnte. Die meisten ausgestellten
Schiffe waren alte Bekannte und auch einige der Erbauer kannte man schon vom sehen. Es
waren auch einige Historischen Modelle ausgestellt die besonders durch ihre Details
auffielen. Es war sogar ein Modell der "Albatros" ausgestellt. Was mich ein
wenig gewundert hat, es gab keinerlei Absperrungen, so das man alle Modelle mit den
Fingern berühren konnte.
Auch die DGzRS war wieder mit einem großen Stand vertreten. Ein weiterer
großer Stand war der Stand der U-Boot-Kapitäne. Bei denen man mal einen Blick in das
Innenleben eines U-Bootmodells und die immense Technik werfen konnte.
In der Nachbarhalle war eine gewaltige Rennstrecke für Modellrennautos
aufgebaut, auf der ständig Rennen statt fanden. Zusätzlich waren noch auch einige
Dioramen vom THW und der Feuerwehr ausgestellt. Eine weitere Halle war nur für die
Truck-Modellbauer vorgesehen. Hier hatte der Hamburger Truckmodellbau-Verein wieder eine
tolle Landschaft aufgebaut, mit einer riesigen Hängebrücke in der Mitte. Es machte
richtig Spaß den ferngelenkten Modellen dabei zuzusehen, wie sie von der Tankstelle über
die Brücke, bis zur Spedition fuhren und dort von einem ferngelenkten Gabelstapler
entladen zu werden. Nicht nur das bei diesen Modellen sämtliche Lichtfunktionen
funktionierten, einige der Modelle machten sogar die Originalgeräusche beim Anfahren und
Bremsen. Auch die große Masse an ausgestellten LKWs war erstaunlich. Ein besonders
schönes Diorama war die Darstellung von ein paar Modellschiffern.
Das schwerste Modell der Ausstellung war sicherlich ein Radlader, der fast 2
Meter lang war und von einem Benzinmotor angetrieben wurde. Für dieses Modelle hatten sie
extra einen großen Sandhaufen aufgeschüttet, damit man den Radlader auch in voller
Aktion bewundern konnte. Mit diesem Monster Modell kann man fast schon ein Haus bauen.
In der letzten Halle haben dann noch die Flug-Modellbauer ihre Modelle
ausgestellt. Hier war aber nur eine kleine Auswahl an Flugzeugen zu sehen. Die Modelle
fingen bei den Segelflugzeugen an und gingen über eine JU 52 bis hin zu einem großen
Fiseler Storch im Maßstab 1:10.
Alles in allem war die Ausstellung ein Erfolg. Nur die Plätze für die
Aussteller müssen noch ein bisschen besser organisiert werden, besonders die Verbindungen
zwischen den einzelnen Hallen, da es hier öfters zu einem kräftigen Besucherstau kam.
Der Eintritt war mit 15 DM etwas zu teuer. Aber die Ausstellung konnte auf jeden Fall mit
der in den Hamburger Messehallen konkurrieren. Als wir nach zweieinhalb Stunden die
Ausstellung verließen, war die Schlange vor der Kasse auf fast 200 Metern angewachsen. Vielleicht
schafft der SMC Albatros es bei der nächsten Ausstellung auch einmal seine Modelle mit
aus zu stellen.
Jörg Klug

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