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Bau
des Bulccarriers
Wie schwimmen zweihundert Kilo, oder
ein
Bulccarrier, von der Idee bis zur Fertigstellung
Es war ein Tag wie jeder andere.
Ich ging wie jedes mal in den Verein. Frank, das ist unser etwas zu groß,
resp. zu lang gewordene Clubkamerad, war auch schon da. Wir gingen
unserer Beschäftigung nach, nämlich dem Basteln. Natürlich
unterhielten wir uns auch. Nach einiger Zeit wendete ich mich meinem
Aktenkoffer zu und öffnete ihn. Ich entnahm diesem Koffer einige
Zettel. Auf diesen Zetteln hatte ich mit Kugelschreiber einen
Massengutfrachter skizziert. Die Maße waren bei einem Maßstab von
1:200, 120 cm Länge, 25cm Breite, einem Tiefgang von 10 cm und einem
Gewicht von ca. 20,5 kg.
Diese Zettel schob ich nun meinem
lieben Frank leicht grinsend unter. Was ist denn das? war seine
etwas erstaunte Frage. Ein Massengutfrachter! antwortete ich ihm.
Er sah sich das Ganze etwas genauer an. In seinem Gesichtsausdruck
erschien ein Ausdruck, dem nur einer höllischen Idee zu Grunde gelegt
sein kann. ...der sieht ja ganz gut aus.... eine etwas längere
Pause entstand ...nur zu klein! Wie zu klein?! war meine
etwas scheinheilige, prüfende Frage. Eben zu klein! Ein bisschen länger
könnte er schon sein. Und der Maßstab.....!
Ähhh, du meinst im Maßstab 1:100?
Auf
seinem Gesicht entstand so etwas wie ein zu breit geratenes Grinsen. Er
nickte und sagte: Mmmhh! Also doch! Meine kühnsten Erwartungen
wurden mit einmal schreckliche Wahrheit. Puhh! Also rangesetzt und
gerechnet. Im Maßstab 1:100 wären es also eine Länge von 2600mm, eine
Breite von 450 mm, ein Tiefgang von 200 mm. Das Gewicht wäre also ca.
189 kg. Nachdem ich ihm das alles unterbreitet hatte, kam die Antwort
...und wann sind die Zeichnungen fertig? Ich mich also zu Hause
rangesetzt und das ganze Ding konstruiert. Es kam ein Schiff dabei
heraus mit folgenden Maßen:
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Länge ü.a. |
2600 mm |
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Breite |
450 mm |
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Tiefgang |
200 mm
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Gewicht dabei |
193 kg |
Die Länge ist kritisch und das
Gewicht auch. Also bleibt nur eins übrig, TEILEN!
Und das Gewicht? Jedes Teil darf also nur ca. 10 15 kg.
wiegen. Was nun kam, hat mit Modellbau nicht mehr viel zu tun. Es ist
Schiffbau in Miniatur.
Zu dieser Zeit trieb sich noch ein
anderer Clubkamerad im Bastelraum herum. Es war unser Freund Daniel. Er
beobachtete die ganze Aktion aus einer sicheren Entfernung. Sein
Kommentar Ihr seid verrückt! Das war sein Todesurteil, nein, nein
so schlimm war es ja nun doch nicht. Nur das wir ihn zur Mitarbeit
verdonnerten. (Im Geheimen: Es war mehr freiwillig! )
Nun zum Bau. Der Boden besteht aus
3 mm Sperrholz, ebenso die Bodenspanten, die wrangen und die
Schotten. Von den werden acht Stück gebraucht. Alle Spanten, die
Doppelbodenabdeckung, Wrangen, Versteifungen, die Süllborde werden für die
sehr geschätzte Überkopf-Bauweise hergestellt. An diesem Teil
arbeiten zur Zeit Frank und Daniel. Meine Wenigkeit hat sich auf den
Bugteil gestürzt. Was auch noch meine Arbeit sein wird, ist der Bau
des Schiffspropellers. Es wird ein fünfflügliger Sichelpropeller sein,
mit einem Durchmesser von 92 mm und einer mittleren Steigung von 34°.
Da dieses Modell neben unseren eigentlichen Schiffen entsteht, kann ein
Fertigstellungstermin nicht genannt werden. Wir werden bemüht sein, das es
nicht eine Jahrzehntaufgabe" wird.
Dieser Baubericht wird ständig
weitergeführt, damit jeder, der daran Interesse hat, es nachvollziehen
kann.
Fortsetzung
!!!!Liebe
Leute ich muss Euch sagen, die Uhr hat dreizehn geschlagen.!!!!
....das
kann man mit Fug und Recht sagen.... Also nun zur Fortsetzung des Themas:
"Wie
schwimmen 200 kg" oder , es kann viel passieren bei einem solchen Bau!
Ihr
erinnert? 260 cm lang 45 cm breit, 20 cm Tiefgang? Tja wie soll ich es erläutern.
Es ist gewachsen, das Schiff! 260 cm, ph, .... ganze 3 Meter, in Worten drei
Meter!!!! Alles anderen Maße blieben, bis auf das Gewicht, 200 Kg ist nun
daraus geworden. Warum? Wir hatten 7 Luken erst gerechnet, nun sind`s
acht. Auch die Luken sind etwas größer geworden. Na ja 260 cm oder 306 cm, ist
doch kein Beinbruch. Bis auf die Länge hat sich nicht nichts geändert.
Also
Frank, Daniel und ich machten uns an die Arbeit. Frank baut das Hinterteil,
Daniel hilft wo er kann und ich den Bugteil. Zu meiner Entlastung muss ich
sagen, ich kann nicht so schnell bauen. Frank ist mit dem Heckteil fast
fertig, er kann es bald Laminieren. Dazu wollen wir so vorgehen: Erst wird
einmal der Boden mit einem schweren Gewebe bis oberhalb der Kimm laminiert. Dann
vom Boden bis zu Wasserlinie und mit einer dünnen Matte vom Boden bis über das
Deck. Aber vorher müssen noch die ganzen Kabelstränge verlegt werden. Bevor
die Decks verlegt werden, müssen in seitlichen Kanälen, die sich Backbord und
Steuerbord unterhalb des Decks im Laderaum befinden, alle Kabel gezogen werden.
Da der Motor genau dort sitzt wo auch ein Seeschiff hat, genau wie die
Rudermaschine, die Akkus aber sich in den Ladeluken befinden und zwar ein Akku
12 V/24 ah, ein Akku 6 V/10 ah und drei bis vier Zellen 1,2 V/600 mah in der
Ladeluke zum Trennspant des hinteren Teils und genau die gleiche Anordnung auch
in der ersten Luke, wo sich auch die Pumpe des Bugstrahlruders befindet. Den
Empfänger werden wir unter dem Lukendeckel platzieren, wo sich auch die
mittleren Akkus befinden. Schön weit weg vom Motor. Die einzelnen Zusatzteile
wie Servos, Schalter ect. Werden sich dort befinden wo sie gebraucht werden. Ein
Beispiel: der Fahrtenregler wird genau auf dem Motor seinen Platz finden und so
weiter und so fort.
Nun
zum Verlegen der Kabel. Laststromkabel für Motor, Bugstrahlruder liegen in den
Backbordkanälen und die Steuerkabel an Steuerbordseite. Da sich der Verteiler
in dem mittleren Luk befindet, werden die Kabel erst dort hin geführt. Für
Vorne bedeutet das, von jedem Akku zwei Kabel nach hinten und für die
Verbraucher den gleichen Weg zurück. Soll heißen, nicht sechs, nein, sondern
zwölf Kabel. Dann müssen im hinteren Teil ebenfalls alle Kabel verlegt werden,
die für die Beleuchtung wichtig sind. Sonst kommt man nicht mehr ran und
das wäre schon Sche.....! Nachdem die Laststromkabel verlegt sind, kommen die
Steuerkabel dran. Für jeden Servo, jeden Schalter, Motor ect, ein Kabel. Für
den Bugteil heißt das, ein Kabel für das Bugstrahlruder, zwei für die
Ankerwinden, eins für den 2-Kanal Memoryschalter, wie Position und
Arbeitsbeleuchtung und eins für die Beleuchtung. Nach hinten sieht es genauso
aus. Nicht nur der Bau als solches, sondern auch die Ausrüstung. Es ist sehr
viel Gehirnschmalz nötig um ein solches Projekt durch zu führen. Aber es ist
auch sehr interessant. Immer wieder wird man vor Probleme gestellt, die zu lösen
oft nicht einfach sind. Man hat zwar die Bauzeichnung, aber man kann selbst als
alter Hase nicht alle Eventualitäten ausschließen.
Wir
sind weit gekommen und werden es auch durchziehen.
Wie
heißt es so schön?
Fortsetzung
folgt!
Also bis dann
Fritz, Frank
und
Daniel
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