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Kanufahrt auf der Oertze


Am 7., 8. und 9. September 2001 war es wieder so weit. Unsere diesjährige Kanufahrt stand auf dem Programm. Der Wettergott hatte allerdings diesmal kein Einsehen mit uns - es regnete wie aus Gießkannen und dazu wehte eine starke Brise. 

Die Fahrt begann am Freitag um 14.30 Uhr nach Winsen an der Oertze. Bereits in Hamburg-Stellingen war die Fahrt erst einmal zu Ende. Kilometerlanger Stau vor dem Elbtunnel und es ging nur schrittweise voran. Wieder einmal musste man feststellen, das die Autofahrer mit einem Wechsel von drei auf zwei Spuren nicht zurecht kommen. Jeder wollte der erste im Tunnel sein und so staute sich der Verkehr dann auf.

Nach fast zwei Stunden von Ellerau bis zum Elbtunnel, ging es dann noch recht zügig an Celle vorbei nach Winsen. Gegen 17.30 Uhr erreichten wir den Campingplatz, der an der Einmündung der Oertze in die Aller liegt. Kaum waren die Zelte der Jugendlichen aufgebaut, öffneten sich wieder die Himmelsschleusen. Die anderen Teilnehmer erreichten den Campingplatz im Laufe der nächsten Stunden. Im ersten Dämmerlicht wurde noch unser Vereinszelt (3 x 6m) aufgebaut und der Grill angeschmissen.

Stimmung wollte an diesem Abend nicht so richtig aufkommen, zumal der Regen und der Sturm immer heftiger wurden. Viele verabschiedeten sich bereits rechtzeitig in die Koje.

Am nächsten Morgen wurde diskutiert, ob die Kanufahrt überhaupt durchführbar ist. Gegen 10 Uhr lockerte sich der Himmel ein wenig auf und der Dauerregen ging in Schauer über. Wir entschlossen uns nun, die Kanufahrt doch durchzuführen. Allerdings sollte auf Grund der Witterung nur ein Teil der Oertze befahren werden. Leider hatten sich vier Mitstreiter dazu entschlossen, den Weg nach Hause anzutreten. 

Nach dem Zwischenparken von einem Auto an der voraussichtlichen Aussetzstelle, stiegen wir in unsere Boote. Starke Strömung und ein zum Teil zugewachsener Flusslauf machte das Steuern nicht gerade einfach. Und so kam es wie es kommen musste - Manfred und die in seinem Boot mitfahrenden Mädchen kamen vor einem Ast, der ein wenig oberhalb des Wasserspiegels in den Fluss ragte mit dem Boot quer und kenterten. Eskimorollen sind eben mit offenen Kanus nicht möglich. Andere verloren an dieser Stelle ihre Paddel. Ab sofort wurde auf Abstand gefahren, weil man nie sicher war, ob die im Wasser vorhandenen Hindernisse umschifft werden konnten.

Sonne und Regen wechselten sich nunmehr ab - das Kanufahren brachte doch noch Spaß. Leider war die Strecke viel zu kurz, aber im nächsten Jahr werden wir dann bei hoffentlich besserem Wetter die Oertze noch einmal besuchen. Landschaftlich ist der Fluss eine Augenweide - und bei besseren Wetter sicherlich noch viel schöner.

Nach der Tour wurde dann noch einmal der Grill angezündet, allerdings war ein gemütliches Sitzen im Vereinszelt nicht mehr möglich. Der Sturm hatte in der vorausgegangenen Nacht dem Zelt so stark zugesetzt, das es unbrauchbar geworden war. Auch das Zelt von Reiner Bischoff hatte der Sturm zerlegt und er entschloss sich, am gleichen Abend die Heimreise anzutreten. Die restlichen Erwachsenen machten sich am Abend auf den Weg zum Weinfest nach Winsen. Doch auch dort war das Wetter nicht besser und so ging man in einer Kneipe um noch ein Bier trinken.

Am Sonntag wurde abgerüstet und die Rückreise angetreten.
Fazit: Schlimmer hätte das Wetter an diesem Wochenende nicht sein können - hoffen wir auf ein schöneres im nächsten Jahr.

Harald Sies, Fotos: Bischoff, Sies

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