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Kanufahrt
2004 auf der Osterau und Bramau
Am ersten Augustwochenende, bei schönstem Wetter, starteten
wir wieder zu unserer jährlichen Kanutour. Wir haben uns in
diesem Jahr für Bad Bramstedt und Umgebung entschieden. Die
Osterau und die Bramau sollten abgepaddelt werden. Losgefahren
sind wir an diesem Wochenende mit 20 Erwachsenen und 5
Kindern / Jugendlichen.
Am Freitag, spät Nachmittags gegen 17:00 Uhr, sind wir alle in
Ellerau losgefahren, mit einer Ausnahme. Christian ist schon früher
aufgebrochen, damit wir nicht sehen und beobachten konnten, wie er
sein nagelneues 9 - Mann Zelt aufbaut. Wohlgemerkt, dieses Zelt
sollte nur mit 2 Personen belegt werden!!! Aber wir erinnern uns
noch gut an das letzte Jahr, wie er mit seiner übergroßen
Luftmatratze Schwierigkeiten hatte in sein viel zu kleines Zelt zu
kommen. In diesem Jahr sollte es anders werden und es ist ihm auch
gelungen. Sein Gruppenzelt stand bereits schon fix und fertig
aufgebaut als wir so gegen 18:00 Uhr ankamen. Gecampt haben wir an
diesem Wochenende auf einem Bauernhof in Öschebüttel. Der Bauer
Rösner vermietet 2 Wiesen (eine für Zelte, die 2. für Wohnwagen
und -Mobile) an Camper. Schön gelegen an einem kleinen Wäldchen,
war das ein sehr uriger und gemütlicher Platz, der nur einen
Nachteil hatte, nämlich der, das wir uns mit 25 Leuten eine
Toilette und einen Waschraum teilen mussten. Das führte
unweigerlich zu einem gelegentlichen Stau, der dem Spaß aber
keinen Abbruch tat.
Die Zelte waren schnell aufgebaut, unsere Luxuscamper mit
Wohnmobil und -Wagen, waren natürlich fein raus und konnten
sich schon herrlich entspannen. Durch Obstbäume und Jahreszeit
bedingt, hatten wir auch das ganze Wochenende über Wespenalarm.
Frank musste es als erster erkennen und lief den ganzen Abend mit
einer halben Zwiebel auf dem Handgelenk rum. Dieses brachte ihn
den Spitznamen "Frank die Zwiebel“ ein, was er auch zähneknirschend,
aber mit Fassung, ertrug. Manchmal musste selbst er darüber grinsen,
autsch!! Als die Zelte standen und eingerichtet waren, setzten wir
uns in gemütlicher Runde zum gemeinsamen Grillabend
zusammen.
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Es wurde ein schöner Abend, an dem viel gelacht und
gescherzt wurde. Rainer hatte dann auch noch ein Seilspiel für
uns parat, was Jörg und ich gemeinsam lösen sollten. Grins!!!
Man benötigt dafür 2 Seile, wir wurden an den Handgelenken
gefesselt, zwar jeder für sich, aber doch miteinander verbunden,
da sich die beiden Seile kreuzten. Wir sollten nun versuchen aus
diesem Knoten wieder heraus zu kommen, ohne die Bänder zu zerreißen.
HA, das geht ja nun gar nicht! Es würde gehen, wir sollten es nur
versuchen! Also machten Jörg und ich uns ran und versuchten mit
allen möglichen Tricks, da wieder raus zu kommen. Mit Bücken und
Drehen, mit den Beinen getrennt voneinander und/oder gemeinsam
durch das Seil, über das Seil hinweg zu steigen, wir versuchten
zur Belustigung der Anderen wirklich viel, aber nichts klappte.
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Wir blieben mit einander verbunden. Nach ich weiß nicht wie
vielen fehlgeschlagenen Versuchen erlöste uns Rainer schließlich
aus der Verbundenheit. Die Lösung ist einfach, wird aber hier
nicht verraten, vielleicht finden wir ja noch mal jemanden, der es
ausprobieren möchte.
Am nächsten Morgen brachen wir nach dem Frühstück auf. Um
11:30 Uhr sollte es von Hof Weide (Einsatzstelle) Richtung Bad Bramstedt mit den
Kanus losgehen. Mit ein bisschen Verzögerung waren wir alle um
12:00 Uhr mit unseren Booten im Wasser und nun konnte der Spaß
richtig losgehen. Wir wurden ja schon etwas vorgewarnt von Reiner
und Rainer, die diese Strecke schon im Vorwege mal getestet
hatten. Diese Strecke versprach spannend und abwechslungsreich zu
werden. Und das mir, wo ich doch ein Angsthase bin. Der erste
Abschnitt dieser Strecke hatte auch wirklich einiges zu bieten.
Schöne Strömung, Wildwasseranteil, kurvenreich, im Wasser
liegende Äste, tief hängende Baumkronen und Sandbänke im
flachen Gewässer (der Fluss war überall flach). Jedenfalls
wurden wir ganz schön gefordert, aber es machte auch großen Spaß.
Als wir dann unsere erste Rast machten, war ich ganz schön froh,
wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.
Nach etwas mehr als eine halben Stunde ging es weiter. Puh, es
sollte einfacher werden. Wirklich? So recht mochte ich den
beiden nicht mehr trauen! Doch, es wurde ruhiger. Frank, Torben und ich setzten zwar noch paar mal auf und Frank
musste auch 2 mal aus dem Kanu aussteigen um uns wieder frei
zu bekommen, das war aber auch schon alles. Wir passierten
einige Wehre, die mir großen Spaß gemacht haben. Bis jetzt
ging auch noch niemand zu Wasser, niemand kenterte. Bis zum
2. Rastplatz!
Rainer war der Meinung, das zumindest einer Baden gehen
sollte. Und er bot sich freiwillig an. Leider konnte ich es
nicht sehen, da wir zu spät kamen. Die einzige tiefe Stelle
im Fluss erwischte Herr Bär beim Aussteigen aus dem Kanu,
grins, und weg war er.
Diese kurze Pause tat mir ganz besonders gut. Ich war schon
ziemlich kaputt. Das zusätzliche Gewicht eines Jugendlichen
machte mir doch mehr zu schaffen, als ich gedacht hätte. Torben
der bei uns mit im Kanu saß, wechselte in ein anderes Kanu über
und von da an ging es für mich erheblich leichter. So gegen 15:00
Uhr waren wir in Bad Bramstedt. Dort mussten wir an Land umsetzen,
in die Bramau. 2 Boote versuchten allerdings direkt von der
Osterau in die Bramau zu gelangen. Dieses war nicht einfach, da
die Zusammenführung der beiden Flüsse durch eine ziemlich enge
Passage erfolgte. Erstens war es sehr flach und der Weg wurde an
einer bestimmten Stelle durch viele, ziemlich große Steine bzw.
kleine Felsbrocken versperrt. Uwe und Jörg Knudsen wollten es
dennoch mit ihrem Kanu versuchen. Nach vielen Schwierigkeiten,
vielen Manövern und des öfteren Aussteigens haben sie es schließlich
geschafft. Kim, die als einzige von uns ein Kajak hatte, beäugte
sich diese Passage genau und rechnete sich gute Chancen aus ohne
Probleme diese Hürde zu schaffen. Und sie behielt recht.
Da Kim mit ihrem Kajak leichter und wendiger war, konnte sie
ganz anders agieren und schaffte es wirklich ohne Probleme durch
diese Passage zu paddeln. Wir anderen zogen es vor den Landweg zu
benutzen.
Ganz bewusst werde ich jetzt nicht über das traurige
Geschehen in Bad Bramstedt schreiben, welches wir Zeuge geworden
sind.
Als wir alle wieder in unseren Booten saßen, ging es weiter
non stop Richtung Wrist. Der ruhigste Teil der gesamten Strecke.
Wir wollten alle in einer Gruppe zusammen bleiben, damit es nicht
zu langweilig wird und der Spaßfaktor, gerade im letzten
Teilabschnitt, wo man auch schon anfängt müde zu werden, nicht
verebbt. Leider kam uns ein Kanu abhanden. Asche auf unser Haupt,
aber Bischi haben wir leider verloren. Keiner hat mehr richtig
darauf geachtet und wir fuhren ihm davon. SORRY!
Um 17:45 Uhr erreichten wir Wrist. Es waren alle nun doch
ziemlich geschafft, bis auf Kim, die einfach nicht genug bekommen
wollte und bis zum letzten Augenblick in ihrem Kajak sitzen blieb
und den Fluss für sich ganz alleine genießen wollte. So gegen
18:00 Uhr kam dann auch endlich der letzte Nachzögling Bischi mit
Martin an. Bitte, bitte, lieber Reiner, nicht böse sein, ist nur
ein Scherz.
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Fazit zu dieser gesamten Tour: Die Paddelstrecke von Hof
Weide nach Wrist war von der Länge her genau richtig. Sie
steckte voller Überraschungen, man wusste nie was einen als
nächstes erwartet, welches Hindernis als nächstes zu meistern war und wo man wieder mal
stecken blieb. Der Spaßfaktor
war auf der gesamten Tour vorhanden. Und Landschaftlich war
es eine superschöne Strecke. Kurz gesagt, bei schönstem
Wetter, einfach Natur pur den ganzen Tag. Vielen Dank an die
Beiden, die diese schöne Tour ausgesucht haben.
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Abschließend sei noch gesagt, dass wir nicht nur zum Schluss
ein Kanu verloren haben, was hinter uns her fahren musste. Auch zu
Beginn unserer Tagestour haben wir ein Kanu verloren, dieses fuhr
allerdings nicht hinterher, sondern vorweg und wir haben uns erst
wieder kurz vor der 2. Rast getroffen. Schade!
Als wir in Wrist ankamen riefen wir den Bootsverleiher an,
damit er die Kanus, wie besprochen abholt. Außerdem mussten
Christian und Rainer noch losfahren, um das Auto abzuholen,
welches in Hof Weide geblieben ist. Diese Pause wurde genutzt um
sich etwas auszuruhen und über die Tour zu sprechen. Um 19:15 Uhr
waren wir wieder auf unserem Bauerhof, wo das Anstehen für das Bad
begann. Harald schwärmte schon die ganze Zeit von seiner
Privatdusche am Wohnmobil, auf Nachfragen meinerseits, kam ich
dann ebenfalls in den Genuss, diese Außendusche zu benutzen.
Mensch war das herrlich und ich habe es genossen! Anschließend
war der Tank leer, aber ich war nicht verschwenderisch!!!
Nach dem der erste Durst gelöscht war und man etwas zur Ruhe
kam ging es zum gemütlichen Teil des Abends über. Rainer, noch
ungeduschter Weise, erbarmte sich den Grill anzuschmeißen um die
ersten Würstchen auf den Grill zu legen. Mehr oder weniger müde
verbrachten wir noch einen schönen gemeinsamen Abend, wo viel erzählt
und gelacht wurde, über das was wir am Tag erlebt haben.
Am nächsten Morgen, nach einem gemeinsamen Frühstück
wurden in aller Ruhe die Zelte abgebaut und die Sachen wieder
verstaut. Wir ließen uns alle Zeit, denn der Heimweg war ja nicht
lang. Zu Mittag war dann jeder wieder Zuhause und ein schönes
Wochenende ging langsam zu Ende.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass wir nach diesem
verregneten Sommer ein Superglück mit dem Wetter hatten. Der
Bauerhof lag idyllisch und während der Kanutour war neben dem Spaß
auch noch eine wunderschöne Landschaft zu genießen. Auch in
diesem Jahr waren wieder 5 Kinder/Jugendliche mit, die ihren Spaß
an diesem Wochenende hatten. Und soll ich zum Schluss wirklich
noch schreiben, dass ich es schade finde, dass es immer die
gleichen sind die sich auf so einer Tour mit einbringen?
Eigentlich nicht, oder? Aber fair gegenüber denjenigen die sich
engagieren ist es nicht! Vielleicht denkt ja mal der eine oder
andere darüber nach und die nächste Kanutour kommt bestimmt.
Bericht Maike Westphal, Fotos: Jörg Klug, Jörg
Knudsen
Wen
es interessiert:
Kanu-Verleih
Camping:
Buchhof Ernst Rösener, Am Buchhof 4, 25548 Oeschebüttel, Tel:
04822/1582
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