|
Vereinszeitung
Modellbauwelt
Hamburg 2001
Vom 16. 18. November fanden in
den Messehallen 1-8 die Modellbauwelt Hamburg statt. Dieses Jahr hatten
auch wir unsere Schiffsmodelle ausgestellt. Bereits im Juni hatten wir
uns angemeldet und nach reichlich Schriftverkehr dann auch eine Zusage
erhalten. Bereits seit Dienstag konnte man in den Messehallen seinen
Stand aufbauen, aber da wir nur ein paar Tische zum aufstellen und zu
dekorieren hatten, fuhren Frank und Daniel erst am Mittwoch hin um alles
vor zu bereiten. Nachdem wir auch das Problem mit den Nummerschildern
vom Ellerau-Auto gelöst hatten, stand dem Transport der Schiffe nichts
mehr im Wege. Also holte ich am Donnerstag morgen den Bus von der
Gemeinde ab, und nachdem wir die Sitze ausgebaut hatten, verluden Frank
und ich die ganzen Schiffe, die bereits am Mittwoch Abend im Verein
hingestellt wurden. Wir hatten gut gepackt, so das wir alle Modelle mit
einmal, zur Messe, bekamen. Es gab kein Problem mit dem Bus auf das Gelände
zu kommen und, direkt vor der Halle 2, die Schiffe aus zu laden. Da der
Stand bereits komplett aufgebaut war, hatten wir ziemlich schnell alle
Modelle platziert. Leider war die Halle noch nicht beheizt, und deshalb
war es eisig kalt. Da die Genehmigung für den Bus nur zum Entladen
galt, fuhr ich anschließend wieder vom Gelände und suchte mir einen
Parkplatz außerhalb der Messe, was gar nicht so einfach ist, mit einem
Auto, was fast 6 Meter lang ist. Nach 30 Minuten ergebnisloser Suche,
fand ich dann eine Parklücke. Zuerst versuchte ich es vorwärts, aber
dann Stand das Heck noch auf der Straße, also im nächsten Versuch rückwärts,
aber wo hört eigentlich so ein riesiges Auto auf, durch die erhöhte
Sitzposition, konnte man nicht erkennen, wie viel Platz noch zum nächsten
Auto ist. Zum Glück weiste mich dann ein freundlicher Passant in die Lücke
ein. Als ich wieder auf der Messe ankam, war unser Stand schon komplett
eingerichtet und auch die ganzen Schiffskarten waren schon aufgestellt.
Auch die anderen Vereine hatten ihre Stände weitestgehend fertig. Also
verabredeten wir uns für Freitag 8 Uhr, bevor ich mich mit dem Bus auf
den Rückweg machte.
Am nächsten Morgen
holte mich Frank pünktlich ab und wir fuhren zur Messe, für PKW hatten
wir zwei Parkscheine für die Tiefgarage bekommen, und so hatten wir
kein Problem unser Auto los zu werden. Durch die Katakomben der
Messehallen, kann man direkt aus der Tiefgarage in jede Messehalle
gehen. Als wir dann noch einmal alles kontrolliert hatten, warteten wir
auf den Besucheransturm und pünktlich um 10 Uhr als die Messe eröffnet
wurde stürmten die Leute in die Halle. Wir hatten ein viel Glück mit
dem Standort von unserem Stand. Jeder der von Halle 1 kam und in die
Halle 2 kam lief direkt auf unseren Stand zu. Besonders viel Interesse
zeigten die jungen und alten Besucher an unseren ausgestellten
Optimisten und Jugendbooten. Es wurden reichlich erklärende Fachgespräche
geführt. Unglaublicher Weise, riss der Strom der Besucher gar nicht ab,
und das an einem Freitag. Auch unser Vorstand war gekommen und war
erstaunt über den tollen Stand und die ausgestellten Modelle. Im laufe
des Tages kamen auch noch andere Vereinsmitglieder, die sich einmal auf
der Messe umsehen wollten. Als der Ansturm gegen 13 Uhr etwas abebbte,
machte ich mich auf den Weg auch einmal die anderen Messehalle zu
inspizieren. In Halle 1 Waren Die Plastik- und Blitzlicht- modellbauer
untergebracht, hier konnte man reichlich Feuerwehr und sonstige
Einsatzfahrzeuge auf liebevoll gestalteten Dioramen bewundern. In der
Halle 2 stellten die Schiffsmodellbauvereine aus und einige Händler,
z.B. Scheuer & Strüver, Krick usw.. Leider fehlten auch in diesem
Jahr wieder die großen Hersteller wie Graupner und Robbe. Außerdem gab
es noch ein 300 qm Großes Becken, wo man sein Schiff fahren lassen
konnte. In Halle 3 waren die Militär und technischer Modellbau untergebracht, Hier gab es sogar ein großes
Tauchbecken, wo man die U-Boote in Aktion sehen konnte. Es waren auch
wieder reichlich Panzer ausgestellt, die ihre Funktionen auf einem
eigenen Gelände vorführten, inklusive eines Brückenlege-Panzers.
Als besonderes
Highlight waren noch der Schlepper Atlantic, mit einer Länge von 5
Metern und der einzige Deutsche Flugzeugträger, die Graf Zeppelin
mit einer Länge von 6 Metern und einem Gewicht von 260 kg ausgestellt.
In der Halle 4 hatten dann die Trucker und Bagger ihre Terrain. Auch in
diesem Jahr hatten diese eine gewaltiges Szenarium in der Hallenmitte
aufgebaut, wo man vom Gabelstapler über Raupen, Bagger, Trecker und
sogar Autokränen alles bewundern konnte. Diesmal waren dafür weniger
LKW Modelle zu sehen. In dieser Halle gab es dann ach noch Firmen die
Werkzeuge und Zubehör verkauften. Auch Torven Hartz hatte einen eigenen
Stand, mit seiner Firma Morris Elektronik. In Halle 5 gab es dann die
Eisenbahn und Dampfmodellbauer zu sehen. Leider war die Luft in dieser
Halle durch die große Dampfeisenbahn so schlecht, das bei den
betrachten der Anlagen, keine rechte Freude aufkam. Aber es waren schöne
Modulanlagen in jeder Spurweite, von Z bis II m ausgestellt. Schnell
weiter zu den Modellfliegern, die in Halle 6 ihre Modelle ausgestellt
hatten, auch gab es hier eine Autorennstrecke, wo die ganzen Tage über
verschieden Rennen ausgetragen wurden. Einige von den Flugzeugen hatten
eine Spannweite von über 2 Meter und sahen sehr schön aus.
Zum Schluss noch in die
Halle 7, die als Indoor-Flugplatz hergerichtet wurde. Dort konnte man
Flugzeuge und Hubschrauber in Aktion bewundern.
Nach einem sehr
erlebnisreichen Tag, fuhren wir gegen 18.30 Uhr zurück. Bereits an
diesem Abend stand für uns fest, das sich die Messe für uns auf jeden
Fall gelohnt hat und wir bei der nächsten, in 2 Jahren wieder dabei
sein wollen.
Viele Interessierten
fragten uns nach der Adresse vom Verein und den Bastelzeiten, leider
hatten wir dafür nichts vorbereitet, deshalb habe ich mich Abends noch
an meinen Computer gesetzt und Visitenkarten vom Verein gedruckt.
Am Samstag ging es
schon um 8 Uhr wieder zur Messe, im Gepäck hatten wir auch diesmal
unseren Vereinswimpel, den wir am Vortag vergessen hatten. Aber das große
Wappen vom Verein, was wir in einer Gemeinschaftsaktion angefertigt
hatten, machte viel mehr her. Da wir recht früh auf dem Gelände waren,
gingen wir noch etwas auf dem Gelände umher und entdeckten einen
gigantischen Gabelstapler. Der ein Gesamtgewicht von über 80 t hatte
und bis zu 40 t schwere Container heben konnte. Eigentlich
verwunderlich, das noch kein Modellbauer auf die Idee gekommen ist, so
etwas als Modell nach zu bauen. Zurück auf unserem Stand warteten wir
darauf, das die Messe geöffnet wird. Und wie am Vortag strömten die
Massen ab 10 Uhr in die Halle. Der Strom riss bis 13 Uhr nicht ab,
teilweise war so ein Ansturm, das man vor lauter Besucher gar nicht mehr
unsere Modelle erkennen konnte. Die Visitenkarten, die ich am Vortag
gedruckt hatte, waren in 3 Stunden alle verteilt. Auch ein paar Jugendliche vom Verein ließen sich kurz
blicken. Sven Münder bastelte an einem Schiff von einem
Papiermodellbaubogen, was auch auf recht großes Interesse stieß. Als
ich gegen 15 Uhr durch die Hallen ging, war es immer noch so voll, das
man an den meisten Ständen einfach vorbeigeschoben wurde. Erst gegen 16
Uhr wurde es dann etwas leerer und man konnte in Ruhe die Ausstellungsstücke
bewundern. Total erschöpft fuhren wir um 18.30 Uhr nach Haus.
Auch am Sonntag war der
Besucheransturm genau so groß wie die Tage zuvor. Heute basteltet Frank
an seiner Lenin und Wolfgang hatte sich auch ein Papiermodell
mitgebracht. Die Leute standen zeitweise in Viererreihen und schauten
den beiden beim Basteln zu. Ich fuhr erst gegen 16 Uhr mit dem Ellerau
Auto zum Messegelände, und konnte den Wagen auf dem Messegelände
abstellen. Bis zum Schluss um 18 Uhr waren noch Besucher auf der Messe
unterwegs.
Nach dem ich den Bus
weiter an die Halle gefahren hatte, begannen wir mit dem Abbau. Da alle
mit anpackten, hatten wir in einer halben Stunde, alles verladen und der
Stand abgeräumt. Die Rückfahrt verlief ohne Schwierigkeiten und so
hatten wir bereits um 20 Uhr alle Modelle im Verein verstaut und die
Sitze wieder in den Bus
eingebaut. Während des Transport zur Messe und dieser ist nicht ein
Modell beschädigt wurden. Wenn in 2 Jahren die nächste Messe ist,
werden wir uns auf einem größeren Stand präsentieren und vielleicht
sogar ein eigenes Wasserbecken aufbauen. Die Planung läuft bereits.
Noch einmal vielen Dank an die Personen die uns so tatkräftig bei
dieser Aktion unterstützt haben. Und die die diesmal nicht informiert
wurden können sich den Termin schon einmal notieren !!
Jörg Klug

Seitenanfang
|