Schiffsmodellbau-Club "Albatros" Ellerau e.V.

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Rendsburger Hallenbad Dezember 2002

Alle Jahre wieder findet das beliebte Schaufahren im Rendsburger Hallenbad statt, so auch dieses Jahr - ich glaube mittlerweile schon seit über 20 Jahren. Der SMC Albatros war mit 12 Personen zu dieser Veranstaltung gefahren. Leider waren wieder keine Jugendlichen dabei, obwohl für sie noch Sitzplätze in den Autos vorhanden gewesen wären. Fritz und Jörg Knudsen waren bereits um 17 Uhr in Richtung Rendsburg gestartet um unsere angestammte Ecke zu reservieren. Die anderen folgten dann etwas später. Über die Fahrtroute wurde wieder heftig diskutiert. Während einige die Strecke über die Landstraße favorisieren, blieb ich bei dem Weg über die Hochbrücke und dann über Büdelsdorf direkt bis zum Schwimmzentrum. Als wir dort eintrafen hatten wir Glück und bekamen direkt vor dem Eingang einen Parkplatz. Schnell die Boote ausgeladen und hinein in das gut beheizte Schwimmbad.

 

Draußen herrschte eisige Kälte, -8 Grad, drinnen waren es fast 30 Grad. Nach dem man sich den Temperaturen entsprechend umgezogen hatte, ging es ans Becken, wo wir schon Fritz und den anderen Vereinsmitgliedern erwartet wurden. Dann wurden die Meldekarten für das Schaufahren ausgefüllt. Anschließend setzte ich noch meinen Gastanker ins Wasser, um das Gewicht noch etwas aus zu trimmen, zum Glück hatte ich noch etwas Blei mitgenommen und konnte so die Seitenneigung noch korrigieren.

Da es bereits 19.30 Uhr war und das offizielle Fahren um 20 Uhr beginnen sollte, gingen wir noch in die Cafeteria und bestellten uns etwas zu essen. Pünktlich zum Schaufahren waren wir wieder am Beckenrand. Es wurden immer 10 Kapitäne mit ihrem Modellen aufgerufen, die dann ungefähr 10 Minuten gegen den Uhrzeigersinn durch das Wasser ihre Runden drehten. Davon wurden 6 Minuten lang die Halle abgedunkelt. Aber in diesem Jahr wurde die Beleuchtung in den angrenzenden Bereichen nicht ausgeschaltet und so blieb es relativ hell in der Halle. Während der abgedunkelten Phase wurden die Schiffe wieder von der Marinekameradschaft beurteilt, die zum Schluss den Sieger bei den Erwachsenen und Jugendlichen kürte. Zwischen den einzelnen Gruppen blieb uns genügend Zeit uns in der Halle umzusehen und uns die Boote der anderen Modellbauer einmal genauer anzusehen. Einige Modelle kamen einem bereits bekannt vor, aber es gab auch ein paar neue Schiffe zu entdecken. Zum Beispiel die Katamaranfähre „Condor“ oder der Nachbau der Stena-Fähre „ Kronprinzessin Victoria“, die sogar die Bugklappe öffnen konnte.

Zwischen den normalen Schaufahrgruppen wurde eine Gruppe eingeschoben, in der das Wasser den Rennboten, Sumpfgleitern und sonstigen Spaßbooten vorbehalten war. In dieser Gruppe gab es einen wildgewordenen Schwan, ein Powerboot mit 20 Zellen und einem Motor, der alleine 460 DM gekostet hat, zu bestaunen. Jörg Knudsen hatte seinen Sumpfgleiter mit einem Jeep als Zugfahrzeug mitgebracht. Da ich dieses noch nie in Aktion gesehen hatte, war ich gespannt, ob das was die anderen mir über die Fahreigenschaften erzählt hatten auch zutraf.

Tatsächlich, nach knapp 2 m Anlauf hob sich das Modell aus dem Wasser und gleitet, bzw. driftet über die Wasseroberfläche. Dabei lässt es sich noch relativ gut manövrieren. Es gibt sogar einen Rückwärtsgang. Es waren auch ein paar Sumpfboote aus Torven seiner Gruppe am Start, aber die konnten mit dieser Fahrleistung auf keinen Fall mithalten. Alle aus unserem Verein waren begeistert und vermehrt war der Wunsch zu hören, auch so ein Boot zu bauen, um im nächsten Jahr damit über den Teich zu brettern. Die Pläne für das Sumpfboot liegen im Verein aus !!

Es gab eine Gruppe, die für die U-Boote reserviert war. Diesmal waren nur 4 Modelle vertreten, davon 3 dynamisch tauchende, d.h. nur bei Fahrt und angestelltem Tiefenruder taucht das U-Boot. Verringert oder stoppt man, taucht es von alleine wieder auf. Nur ein Modell war so gebaut, dass es seine Kammern fluten konnte um dann wie ein Original waagerecht abzutauchen. Zum Auftauchen muss das Wasser mit Druckluft wieder aus dem Tank gepresst werden. Nur leider hatte sich hier der Fehlerteufel eingeschlichen und plötzlich lag das Modell in 3,80 m auf dem Beckengrund und ließ sich nicht mehr zum Auftauchen bewegen. Also musste der Besitzer ins Becken springen um sein untergegangenes Schiff zu bergen.

Nach dem alle Modellbauer ihre Schiffe, es waren fast 100 Personen, hatten fahren lassen ging es direkt zur Siegerehrung über. Zu erst wurden der Wanderpokal, ein Doppelpoller, an die Jugendlichen verliehen. Gewonnen hat ein kleines Mädchen mit ihrem Fischkutter. Anschließend gab es den Wanderpokal, ein Nachtopf, für die Erwachsenen. Dieser wurde von einem Modelbauer mit seinem Dampfschlepper gewonnen.

Nach einem Sprung vom Meter-Brett, der 3 Meter Turm war leider gesperrt, der Gewinner bzw. Gewinnerin, war das Becken für alle freigegeben. Eine erfrischende Abkühlung nach fast 2,5 Stunden Schaufahren. Auch die lange Rutsche war geöffnet und so konnte man sich richtig austoben. Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Es war zwar immer noch eisig kalt, aber es schneite, regnete oder stürmte nicht wie sonst jedes Jahr. Mit anderen Worten, das Wetter war viel zu gut, also völlig untypisch. Ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder nach Rendsburg fahren, vielleicht mit einem neuen Modell. Es ist immer wieder eine sehr schöne Veranstaltung um das Jahr ausklingen zu lassen.

Eine besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches neues Jahr wünscht der SMC Albatros allen Modellbaukollegen und Freunden.

Jörg Klug

 

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